Kurztipp: InDesign Scripte und Plugins beim Smashing Magazine

Hallo allerseits,

vor wenigen Tagen hat das Smashing Magazine einen hervorragenden Artikel veröffentlicht, in dem ein ganzer Stapel von nützlichen Scripts und PlugIns vorgestellt wird, die einem das Arbeitsleben erheblich vereinfachen können! Beispielsweise sind einige Scripte dabei, die die Import- bzw. Platzieren-Optionen von PDFs in InDesign enorm vereinfachen und erweitern.

Wühlt Euch mal durch und gebt gerne ein Feedback zu den getesteten Tools!

Greets

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Im Tagesgespräch: Adobe stellt die Creative Suite ein, stattdessen nur noch Adobe CC

Tja, es war ja schon im Vorfeld abzusehen, dass dieser Punkt eintreffen würde, allerdings kam die Entscheidung von Adobe – zumindest für mich – dann doch schneller als erwartet.

Es wird keine Adobe Boxen – also keine CS7 – mehr geben. Stattdessen sattelt der quasi-Monopolist komplett auf das Cloud-Konzept (welches streng genommen eigentlich gar keines ist) um.

Die kommenden Neu-Versionen tragen also den Beinamen „CC“ anstelle einer neuen Versionsnummer.

Hier einige sehr interessante Beiträge zu diesem Thema, welche die Sachlage aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten:

Dazu noch einige Punkte, die mir aufgefallen sind:

  • Adobe Fireworks wird mit der Version CS6 nun komplett eingestellt
  • das Cloud- Abo kann auf unabsehbare Zeit lediglich mit Kreditkarte finanziert werden, weitere Zahlunsoptionen stehen – trotz Vermerk auf der Adobe HP – nicht zur Verfügung
  • Win XP User aufgepasst: die kommende Photoshop CC Version ist nicht mehr für XP nutzbar!

Ein paar kurze Bemerkungen:

Ich selber stehe der Cloud zwar neugierig, aber dennoch sehr kritisch gegenüber. Adobe präsentiert sich meiner Meinung nach als äußerst unflexibel und kundenunfreundlich, was Bezahlmethoden und Einzelmodule angeht (z.B. wären einzelne Sets – wie bei den Boxen damals – für spezielle Branchen und Interessen sehr wünschenswert, da sehr viele Kunden nie den vollen Software-Umfang nutzen werden oder wollen).

Die Beweggründe von Adobe – wie überschaubarerer und höherer Profit sowie größerer Schutz vor Raubkopien – leuchten natürlich ein, aber dennoch will mir die Art und Weise, wie diese Neuerung durchgeführt wird, einfach nicht schmecken. Außerdem halte ich die Cloud-Variante – trotz regelmäßiger Updates und Weiterentwicklungen – für den europäischen Markt für überteuert.

Man kann sich nun über Sinn und Unsinn streiten, dennoch lässt diese Entwicklung sich wohl kaum aufhalten, daher muss nun jeder die Entscheidung für sich treffen, ob er in die Cloud wechselt, oder eben auf der CS6er- Version möglichst lange stehen bleibt.

Was meint Ihr zu der Thematik? Könnt Ihr Euch mit der Veränderung bei Adobe anfreunden?

Grundlagen: Bildgröße & Bildauflösung

Einleitung

In den letzten Tagen wurde ich mehrfach von verschiedenen Seiten aus mit Fragen zum Thema Bildauflösung konfrontiert, die mir gezeigt haben, dass es häufig am grundlegenden Verständnis der Zahlen und Einheiten hapert.

Natürlich ist dem Thema nicht in einem kleinen Blogpost beizukommen, aber dennoch möchte ich versuchen, ein paar Grundlagen zu verdeutlichen:

Digitale Bilder

Die Größe digitaler Bilder wird in Pixeln angegeben, und zwar horizontal und vertikal gesehen. Lädt man sich beispielsweise ein Bild aus dem Internet, dann findet man eine Angabe wie „500 Pixel x 500 Pixel“ (Abmessungen – oft auch ohne Einheit angegeben).

Was genau sagt einem das nun?

Die Anzahl der Pixel ist entscheidend dafür, wie man ein Bild weiter verarbeiten und ausgeben kann, da unterschiedliche Ausgabemedien auch unterschiedliche Auflösungen der Bilder (für eine qualitativ hochwertige Ausgabe) benötigen.

Auflösung

So, nun sind wir auf den wichtigen Begriff „Auflösung“ gestoßen, bei dem die Sache richtig interessant wird. Hat mein Bild von 500 px * 500 px schon eine Art „Auflösung“ irgendwo in den Daten versteckt? Nein, das hat es nicht!

Die Auflösung bezeichnet die Relation von Pixeln zu einer Strecke. Wenn nun das Bild in einer bestimmten Größe ausgegeben werden soll, kommt die Auflösung ins Spiel – die Einheiten der Bildauflösung (dpi = dots per inch; dpcm = dots per cm) beziehen sich auf eine Länge von (hier) einem inch oder cm.

Vereinfacht formuliert meint die Auflösung: „Soundsoviel Pixel auf einem inch bzw. cm“

Eine ausschließliche Angabe einer Auflösung macht also wenig Sinn. Die Angabe wird erst sinnvoll, sobald zu der Auflösung auch eine Größe in cm oder inch angegeben ist, auf die sie sich bezieht.

Zusatzinfo: dpi – ppi

Eigentlich ist die inzwischen sehr gebräuchliche Einheit „dpi“ nicht korrekt, da es sich bei dots um die Punkte handelt, die ein Drucker zu Papier bringt. Demnach werden nicht Bildauflösungen, sondern Druckauflösungen (z.B. in Datenblättern von Plottern) in dpi angegeben. Die Werte sind generell sehr hoch und sollten nicht mit der in diesem Artikel gemeinten Bildauflösung verwechselt werden!

Richtig für die Bildauflösung ist also „ppi“ (pixel per inch) und für die Druckauflösung (welche hier nicht weiter behandelt wird) „dpi“.

Da nun aber der Begriff dpi sich sehr stark durchgesetzt hat, möchte ich Verwirrungen vermeiden und werde auch nachfolgend die Bildauflösung fälschlicherweise mit „dpi“ bezeichnen.

Beispielrechnungen

Will man nun sein Bild in guter Qualität ausdrucken, kann man anhand der Pixel und der benötigten Auflösung errechnen, wie groß das Bild maximal gedruckt werden kann, um dem geforderten Qualitätsmaßstab gerecht zu werden. Für einen guten Fotodruck auf einem Medium mit kurzem Betrachtungsabstand gilt eine Art Standard von 300 dpi oder mehr.

Ergo:
500 px / 300 dpi * 2,54 [cm/inch] = 4,23 cm = 42,3 mm (gerundet)
2,54 ist dabei der Umrechenfaktor von inch auf cm.

Also können wir das Bild mit 500 px * 500 px mit einer Größe von 4,23 cm x 4,23 cm mit einer Auflösung von 300 dpi ausdrucken.

An dieser Stelle kommt immer wieder die Frage auf:
Hey, aber warum nur so klein, auf meinem Monitor kann ich das Bild doch viel größer ziehen und es sieht noch gut aus!?

Richtig beobachtet! Der Punkt ist, dass ein Monitor eine gänzlich andere Form von Ausgabemedium darstellt, als ein Ausdruck. Er hat mit cm oder inch nichts groß am Hut, weshalb eine dpi-Angabe an dieser Stelle keinen Sinn ergibt. Ein Monitor hat eine feste Anzahl Pixel (horizontal sowie vertikal) und basta. So wird also die Auflösung eines digitalen Mediums anders angegeben als bei einem Ausdruck, nämlich in Megapixeln, welche sich einfach aus einer Multiplikation der horizontalen und vertikalen Pixel ergeben. Unser Bild hat also eine Auflösung von: 500 px * 500 px = 250000 px = 0,25 Megapixel.

Festzuhalten ist: Bei Monitoren reicht eine weit geringere Anzahl an Pixeln für eine gute Darstellung aus als beim Druck.

Wer sich mehr für die Zusammenhänge von Pixeln und Monitoren interessiert, dem sei der Artikel Auflösung, Dateigröße, Kompression, Artefakte von Michael Arndt wärmstens ans Herz gelegt!

Um nun ein weiteres Rechenbeispiel zu geben:

Beim Großformatdruck (also z.B. ein Werbebanner für eine Hausfassade) werden noch weit niedrigere Auflösungen eingesetzt, da der Betrachtungsabstand (Abstand von Betrachter zum Bild) mitunter sehr groß sein kann, also die großen Pixel auf die Entfernung dennoch als qualitativ gut empfunden werden. 50 dpi kann durchaus ausreichen, um ein akzeptables Ergebnis zu erhalten.

Ein Ausdruck mit 50 dpi ergäbe eine Größe von:
500 Px / 50 dpi * 2,54 [cm/inch] = 254 mm = 25,4 cm

Bei 50 dpi hätten wir also einen Ausdruck von 25,4 cm * 25,4 cm, wirklich ein gutes Stück größer als bei 300 dpi. Tja, allerdings muss in diesem Fall der Betrachtungsabstand groß genug sein, damit das dann noch nach irgendetwas aussieht, dies gilt also wirklich nur als Rechenbeispiel 😉

Die Rechnung für die Planung Eurer Gestaltung

Als Abschluss betrachten wir das Ganze anders herum:

Wie kann ich also mein Bildmaterial vorab für eine Gestaltung planen, um z.B. gezielt bei Fotolia oder Edith Images die richtige Größe einkaufen zu können? Na ganz einfach, man rechnet den umgekehrten Weg!

Nehmen wir also an, wir brauchen für die Vorderseite einer Einladungskarte ein Bild von 10 cm Breite und 6 cm Höhe bei einer Auflösung von 300 dpi als Standardwert.

Nach Umstellen der Formel kann man rechnen:

Breite:
10 cm / 2,54 [cm/inch] * 300 dpi = 1182 Pixel (gerader Wert und aufgerundet, halbe Pixel gibt es nicht)

Höhe:
6 cm / 2,54 [cm/inch] * 300 dpi = 709 Pixel (s.o.)

Ihr Bild muss also im Minimum eine Größe von 1182 px * 709 px haben, um bei 300 dpi in einer Größe von 10 cm x 6 cm ausgegeben werden zu können!

„Achtung!“ oder: Probleme in Photoshop

Gerade in Photoshop neigen manche Leute schnell dazu, ihre Bildgröße einfach abändern zu wollen, im schlimmsten Falle stark zu vergrößern (verkleinern ist generell nicht das Problem, man muss nur beachten, das die dadurch verlorene Qualität im Normalfall nicht zurückgewonnen werden kann!). Eine Vergrößerung des Bildes bedeutet in diesem Fall aber, dass Photoshop die Bilddaten interpoliert, also quasi versucht das Bild durch digitale Berechnungen zu vergrößern. Dies führt in den meisten Fällen zu starken Qualitätseinbußen, da Bildteile errechnet werden, die vorher nicht existierten. Bei ganz simplen, klaren Flächen kann das funtionieren, aber sobald feinere Details ins Spiel kommen ist dieser Weg nicht empfehlenswert!

Jedem, der bei Photoshop öfter auf diese Probleme stößt, sei der Artikel Bildgröße und Auflösung von Adobe empfohlen.

Am Rande sei noch erwähnt, dass bei Photoshop auch durch Transformierung von Bildmaterial die Qualität beeinflusst werden kann bzw. verloren geht. Wenn man z.B. eine Pixelebene erst kleiner und anschließend in einem weiteren Schritt wieder größer transformiert, dann ist im Normalfall direkt ein Qualitätsabfall zu sehen – es sei denn, man hat seine Ebene vorab in ein Smart Objekt gewandelt.

Fazit
Wenn man ein Foto schießt, kauft oder sich runterlädt ist es immer wichtig, den genauen Anwendungsfall zu betrachten, für den man das Bild braucht! Eure Druckerei kann Euch sagen, was Ihr für Euer Produkt für eine Auflösung benötigt, oder Ihr haltet Euch an gängige Standardwerte. Nur lasst Euch bitte nicht durch die unterschiedlichen Auflösungen der Ausgabemedien verwirren.

Falls Ihr keine Lust haben solltet, selber zu rechnen, gibt es viele nützliche Tools im Netz, die Euch die Arbeit abnehmen, ein Beispiel ist der Pixelrechner, bei dem Ihr die Werte gleich eintippen und umrechnen lassen könnt!

Fragen?
Habt Ihr noch Fragen oder Anregungen oder sind Euch Fehler, schlechte Formulierungen oder Unstimmigkeiten in diesem Eintrag aufgefallen? Dann immer raus damit! 🙂

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig weiterhelfen und wünsche Euch noch eine schöne Woche!
Greets

Kurztipp: Cleverprinting PDF/X und Colormanagement

Für alle, die häufiger mit Druckdaten zu tun haben und sich verstärkt für die Druckvorstufe, Farbmanagement und PDF interessieren ein ganz heißer Tipp:

Das Handbuch PDF/X und Colormanagement von Cleverprinting.

Ein wirklich toller Ratgeber mit jeder Menge Know-How zur Erstellung guter Druckdaten, die auch zu anständigen Druckergebnissen führen!
Eine große Reihe wichtiger Themen rund um PDF, Farbmanagement und Druckvorstufe werden hier behandelt, es ist also mehr als nur einen Blick wert! 😉

Kurztipp: Das Open-Source-Layoutprogramm Scribus

Druckereien werden nach wie vor häufig mit sehr interessanten „Druckdaten“ konfrontiert, seien dies offene Daten in Form von Word-, Open Office-Dokumenten oder gar Power Point-Präsentationen, oder aber aus Office-Programmen generierte PDF-Dateien.

Letztgenannte sind für die Druckereien schon besser zu verarbeiten, bergen aber dennoch viele Schwierigkeiten und Probleme (wie fehlender Beschnitt, falsche Farbraumeinstellungen, unzureichende Bildauflösung, nicht eingebettete Schriftarten, usw.), die zu sehr unschönen und ungewollten Ergebnissen beim Druck führen können!

Der Hauptgrund liegt darin, dass die Office-Programme einfach nicht für den Druck ausgelegt sind – z.B. Word ist nun einmal ein Textverarbeitungs- und kein Layoutprogramm.

Es gibt Möglichkeiten, solche – aus z.B. Word generierte – PDF Dateien nachträglich zu wandeln und druckbar zu machen (z.B. mit Hilfe der Callas PDF Toolbox), ein anderer Weg wäre allerdings, sich gleich ein passendes Layoutprogramm zuzulegen, durch welches man die volle Kontrolle über seine Druckdaten und das Druckergebnis erhält.

Klar, nicht jeder kann sich Adobe InDesign leisten und hat dann auch die nötige Zeit und Lust, sich in das wirklich umfassende Programm einzuarbeiten (schließlich handelt es sich hier um eine professionelle Sofware und nicht umsonst gibt es Mediengetalter, die sich den Umgang damit über viele Jahre aneignen).

Hier also die kostenfreie Alternative: Scribus!

Das Programm auf Open Sorce Basis ist sozusagen das freie Gegenstück zu InDesign (wie etwa die Bildbearbeitungssoftware Gimp zu Photoshop und das Vektorprogramm Inkscape zu Illustrator). Scribus ist ein wirklich tolles Tool, welches unglaublich viele Möglichkeiten zur Gestaltung unterschiedlichster Werbemittel oder für private Zwecke interessante Produkte mitliefert – seien dies auf den Druck ausgelegte Daten (Visitenkarten, Abi-Zeitschriften, Flyer, ein selbstgestalteter Fotokalender oder ein Fotobuch, …), oder Präsentationen und interaktive Formulare (in diesem Punkt ist Scribus z.B. InDesign in Version CS5 schon eine gute Nasenlänge voraus, da InDesign erst ab CS6 tiefer in die Formular-Materie eingestiegen ist – vor CS6 war immer noch ein Umweg über Acrobat nötig, welches für Gestalter nicht unbedingt das beliebteste Tool zur Erstellung interaktiver Formulare war und ist).

Jeder, der häufiger Druckdaten herstellen und sich den Grafiker sparen möchte, hat also mit Scribus ein Tool zur Hand, mit dem man wirklich gute druckfähige (oder eben für andere Anwendungsgebiete geeignete) Daten erzeugen kann. Es stehen Ebenen und Musterseitenvorlagenfunktion zur Verfügung, darüber hinaus sind auch Absatz- und Zeichenformate kein Problem. Es kann mit Grundlinienraster gearbeitet, sowie Beschnitt angelegt werden und auch für ein anständiges Farbmanagement ist gesorgt (Sonderfarben werden unterstützt). Der PDF-Export (z.B. in PDF/X-3-Norm) präsentiert sich ebenfalls für alle Standardanwendungen umfassend und übersichtlich. Den kompletten Funktionsumfang der Software kann man auf der Homepage des Projektes nachlesen (Link siehe unten).

Dieses tolle Projekt ist auf alle Fälle einen Blick wert!

Hier die Homepage des Open Source- Projektes:

http://www.scribus.net/canvas/Scribus

Und hier der Link zu Chip-Online (32-Bit-Version):

http://www.chip.de/downloads/Scribus-32-Bit_20010379.html

Viel Spaß damit und einen guten Start in die Woche! 🙂

P.S.: Wie immer freue ich mich sehr über Kommentare, Anregungen, Korrekturvorschläge und Ergänzungen!