Blogtipp: Daily Typespiration

Der Blog Daily Typespiration liefert – wie der Name schon andeutet – täglich typografische Inspirationen. Die österreichische Designstudentin Anna Kleindinst zeigt Fundstücke aus dem Netz, eigene Arbeiten, sowie auch zugesendetes Material, welches bei Ihr Gefallen findet.

Die Seite ist schön übersichtlich und die gezeigten Arbeiten sind sehr gut ausgewählt, typografisch interessierten Menschen sei diese Inspirationsquelle also wärmstens ans Herz gelegt! 😉

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Kurztipp: InDesign Scripte und Plugins beim Smashing Magazine

Hallo allerseits,

vor wenigen Tagen hat das Smashing Magazine einen hervorragenden Artikel veröffentlicht, in dem ein ganzer Stapel von nützlichen Scripts und PlugIns vorgestellt wird, die einem das Arbeitsleben erheblich vereinfachen können! Beispielsweise sind einige Scripte dabei, die die Import- bzw. Platzieren-Optionen von PDFs in InDesign enorm vereinfachen und erweitern.

Wühlt Euch mal durch und gebt gerne ein Feedback zu den getesteten Tools!

Greets

Neue Visitenkarten

Visitenkarten

Visitenkarten

Kollegen werden mich vermutlich gut verstehen, wenn ich behaupte, dass die eigene Geschäftsausstattung einen Gestalter sehr viel Zeit und Nerven kosten kann! Aber vermutlich ist dies nicht nur eine Begebenheit der grafischen Zunft, oder? 😉

Es hat auf alle Fälle viel Mühe gekostet und einige Entwürfe gedauert, aber nun sind meine beiden ersten Visitenkarten endlich fertig!

„Momentchen mal… ZWEI Visitenkarten?“, werden nun vielleicht einige fragen.

Ohja, zwei Visitenkarten!

Und dies hat auch Gründe, schließlich ist nicht jede Begegnung, bei der man gerne eine Karte weitergeben möchte, gleich geartet, darüber hinaus sind Menschen und Sitautionen nun einmal sehr verschieden, daher machen für mich zwei Karten durchaus Sinn.

Visitenkarte #1: Fokus auf die Information

Bei meiner ersten Karte liegt der Fokus der Gestaltung ganz klar auf dem Logo und den Kontaktdaten. Darüber hinaus ist das Format kein übliches Standard-Format, weches in jeden Visitenkartenschlitz üblicher Portemonnaies passt, sondern auf das Schein-Geld-Fach ausgelegt, um noch einen Hauch mehr Aufmerksamkeit zu provozieren.

Wie auch schon bei meinem Logo sollte sich die Gestaltung dennoch modern, aufgeräumt und auf den Punkt präsentieren. Für eine möglichst angenehme Optik wurde ein recht schweres Strukturpapier gewählt, für den praktischen Einsatz dazu noch eine beidseitige Beschichtung, um schneller Abnutzung (gerade bei den Geldscheinen in der Börse) vorzubeugen.

Hier also das Ergebnis:

Visitenkartenentwurf #1

Visitenkarte Entwurf #1

Visitenkarte #2: Fokus auf den menschlichen Faktor

Der menschliche Faktor? Damit ist gemeint, dass es immer wieder vorkommt, dass man bei einer Begegnung etwas gefragt wird, man gerne noch eine wie-auch-immer geartete Information – etwas persönliches – weitergeben möchte. Genau aus diesem Grunde ist die zweite Visitenkarte nach Standardmaßen angelegt und mit einem großräumigen Feld für persönliche Notizen ausgestattet. Es wurde ein ähnliches Strukturpapier wie bei Karte #1 gewählt, aber in diesem Fall natürlich nur einseitig beschichtet, um mit jedem greifbaren Stift eine Notiz weitergeben zu können.

Hier also Karte #2:

Visitenkarte Entwurf #2

Visitenkarte Entwurf #2

Und, was meint Ihr, sind die Karten gelungen oder weniger gelungen?

Konstruktive Kritik ist selbstverständlich erlaubt und erwünscht!

Greets

Grundlagen: Bildgröße & Bildauflösung

Einleitung

In den letzten Tagen wurde ich mehrfach von verschiedenen Seiten aus mit Fragen zum Thema Bildauflösung konfrontiert, die mir gezeigt haben, dass es häufig am grundlegenden Verständnis der Zahlen und Einheiten hapert.

Natürlich ist dem Thema nicht in einem kleinen Blogpost beizukommen, aber dennoch möchte ich versuchen, ein paar Grundlagen zu verdeutlichen:

Digitale Bilder

Die Größe digitaler Bilder wird in Pixeln angegeben, und zwar horizontal und vertikal gesehen. Lädt man sich beispielsweise ein Bild aus dem Internet, dann findet man eine Angabe wie „500 Pixel x 500 Pixel“ (Abmessungen – oft auch ohne Einheit angegeben).

Was genau sagt einem das nun?

Die Anzahl der Pixel ist entscheidend dafür, wie man ein Bild weiter verarbeiten und ausgeben kann, da unterschiedliche Ausgabemedien auch unterschiedliche Auflösungen der Bilder (für eine qualitativ hochwertige Ausgabe) benötigen.

Auflösung

So, nun sind wir auf den wichtigen Begriff „Auflösung“ gestoßen, bei dem die Sache richtig interessant wird. Hat mein Bild von 500 px * 500 px schon eine Art „Auflösung“ irgendwo in den Daten versteckt? Nein, das hat es nicht!

Die Auflösung bezeichnet die Relation von Pixeln zu einer Strecke. Wenn nun das Bild in einer bestimmten Größe ausgegeben werden soll, kommt die Auflösung ins Spiel – die Einheiten der Bildauflösung (dpi = dots per inch; dpcm = dots per cm) beziehen sich auf eine Länge von (hier) einem inch oder cm.

Vereinfacht formuliert meint die Auflösung: „Soundsoviel Pixel auf einem inch bzw. cm“

Eine ausschließliche Angabe einer Auflösung macht also wenig Sinn. Die Angabe wird erst sinnvoll, sobald zu der Auflösung auch eine Größe in cm oder inch angegeben ist, auf die sie sich bezieht.

Zusatzinfo: dpi – ppi

Eigentlich ist die inzwischen sehr gebräuchliche Einheit „dpi“ nicht korrekt, da es sich bei dots um die Punkte handelt, die ein Drucker zu Papier bringt. Demnach werden nicht Bildauflösungen, sondern Druckauflösungen (z.B. in Datenblättern von Plottern) in dpi angegeben. Die Werte sind generell sehr hoch und sollten nicht mit der in diesem Artikel gemeinten Bildauflösung verwechselt werden!

Richtig für die Bildauflösung ist also „ppi“ (pixel per inch) und für die Druckauflösung (welche hier nicht weiter behandelt wird) „dpi“.

Da nun aber der Begriff dpi sich sehr stark durchgesetzt hat, möchte ich Verwirrungen vermeiden und werde auch nachfolgend die Bildauflösung fälschlicherweise mit „dpi“ bezeichnen.

Beispielrechnungen

Will man nun sein Bild in guter Qualität ausdrucken, kann man anhand der Pixel und der benötigten Auflösung errechnen, wie groß das Bild maximal gedruckt werden kann, um dem geforderten Qualitätsmaßstab gerecht zu werden. Für einen guten Fotodruck auf einem Medium mit kurzem Betrachtungsabstand gilt eine Art Standard von 300 dpi oder mehr.

Ergo:
500 px / 300 dpi * 2,54 [cm/inch] = 4,23 cm = 42,3 mm (gerundet)
2,54 ist dabei der Umrechenfaktor von inch auf cm.

Also können wir das Bild mit 500 px * 500 px mit einer Größe von 4,23 cm x 4,23 cm mit einer Auflösung von 300 dpi ausdrucken.

An dieser Stelle kommt immer wieder die Frage auf:
Hey, aber warum nur so klein, auf meinem Monitor kann ich das Bild doch viel größer ziehen und es sieht noch gut aus!?

Richtig beobachtet! Der Punkt ist, dass ein Monitor eine gänzlich andere Form von Ausgabemedium darstellt, als ein Ausdruck. Er hat mit cm oder inch nichts groß am Hut, weshalb eine dpi-Angabe an dieser Stelle keinen Sinn ergibt. Ein Monitor hat eine feste Anzahl Pixel (horizontal sowie vertikal) und basta. So wird also die Auflösung eines digitalen Mediums anders angegeben als bei einem Ausdruck, nämlich in Megapixeln, welche sich einfach aus einer Multiplikation der horizontalen und vertikalen Pixel ergeben. Unser Bild hat also eine Auflösung von: 500 px * 500 px = 250000 px = 0,25 Megapixel.

Festzuhalten ist: Bei Monitoren reicht eine weit geringere Anzahl an Pixeln für eine gute Darstellung aus als beim Druck.

Wer sich mehr für die Zusammenhänge von Pixeln und Monitoren interessiert, dem sei der Artikel Auflösung, Dateigröße, Kompression, Artefakte von Michael Arndt wärmstens ans Herz gelegt!

Um nun ein weiteres Rechenbeispiel zu geben:

Beim Großformatdruck (also z.B. ein Werbebanner für eine Hausfassade) werden noch weit niedrigere Auflösungen eingesetzt, da der Betrachtungsabstand (Abstand von Betrachter zum Bild) mitunter sehr groß sein kann, also die großen Pixel auf die Entfernung dennoch als qualitativ gut empfunden werden. 50 dpi kann durchaus ausreichen, um ein akzeptables Ergebnis zu erhalten.

Ein Ausdruck mit 50 dpi ergäbe eine Größe von:
500 Px / 50 dpi * 2,54 [cm/inch] = 254 mm = 25,4 cm

Bei 50 dpi hätten wir also einen Ausdruck von 25,4 cm * 25,4 cm, wirklich ein gutes Stück größer als bei 300 dpi. Tja, allerdings muss in diesem Fall der Betrachtungsabstand groß genug sein, damit das dann noch nach irgendetwas aussieht, dies gilt also wirklich nur als Rechenbeispiel 😉

Die Rechnung für die Planung Eurer Gestaltung

Als Abschluss betrachten wir das Ganze anders herum:

Wie kann ich also mein Bildmaterial vorab für eine Gestaltung planen, um z.B. gezielt bei Fotolia oder Edith Images die richtige Größe einkaufen zu können? Na ganz einfach, man rechnet den umgekehrten Weg!

Nehmen wir also an, wir brauchen für die Vorderseite einer Einladungskarte ein Bild von 10 cm Breite und 6 cm Höhe bei einer Auflösung von 300 dpi als Standardwert.

Nach Umstellen der Formel kann man rechnen:

Breite:
10 cm / 2,54 [cm/inch] * 300 dpi = 1182 Pixel (gerader Wert und aufgerundet, halbe Pixel gibt es nicht)

Höhe:
6 cm / 2,54 [cm/inch] * 300 dpi = 709 Pixel (s.o.)

Ihr Bild muss also im Minimum eine Größe von 1182 px * 709 px haben, um bei 300 dpi in einer Größe von 10 cm x 6 cm ausgegeben werden zu können!

„Achtung!“ oder: Probleme in Photoshop

Gerade in Photoshop neigen manche Leute schnell dazu, ihre Bildgröße einfach abändern zu wollen, im schlimmsten Falle stark zu vergrößern (verkleinern ist generell nicht das Problem, man muss nur beachten, das die dadurch verlorene Qualität im Normalfall nicht zurückgewonnen werden kann!). Eine Vergrößerung des Bildes bedeutet in diesem Fall aber, dass Photoshop die Bilddaten interpoliert, also quasi versucht das Bild durch digitale Berechnungen zu vergrößern. Dies führt in den meisten Fällen zu starken Qualitätseinbußen, da Bildteile errechnet werden, die vorher nicht existierten. Bei ganz simplen, klaren Flächen kann das funtionieren, aber sobald feinere Details ins Spiel kommen ist dieser Weg nicht empfehlenswert!

Jedem, der bei Photoshop öfter auf diese Probleme stößt, sei der Artikel Bildgröße und Auflösung von Adobe empfohlen.

Am Rande sei noch erwähnt, dass bei Photoshop auch durch Transformierung von Bildmaterial die Qualität beeinflusst werden kann bzw. verloren geht. Wenn man z.B. eine Pixelebene erst kleiner und anschließend in einem weiteren Schritt wieder größer transformiert, dann ist im Normalfall direkt ein Qualitätsabfall zu sehen – es sei denn, man hat seine Ebene vorab in ein Smart Objekt gewandelt.

Fazit
Wenn man ein Foto schießt, kauft oder sich runterlädt ist es immer wichtig, den genauen Anwendungsfall zu betrachten, für den man das Bild braucht! Eure Druckerei kann Euch sagen, was Ihr für Euer Produkt für eine Auflösung benötigt, oder Ihr haltet Euch an gängige Standardwerte. Nur lasst Euch bitte nicht durch die unterschiedlichen Auflösungen der Ausgabemedien verwirren.

Falls Ihr keine Lust haben solltet, selber zu rechnen, gibt es viele nützliche Tools im Netz, die Euch die Arbeit abnehmen, ein Beispiel ist der Pixelrechner, bei dem Ihr die Werte gleich eintippen und umrechnen lassen könnt!

Fragen?
Habt Ihr noch Fragen oder Anregungen oder sind Euch Fehler, schlechte Formulierungen oder Unstimmigkeiten in diesem Eintrag aufgefallen? Dann immer raus damit! 🙂

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig weiterhelfen und wünsche Euch noch eine schöne Woche!
Greets

Kurztipp: Texturen (auch für kommerzielle Zwecke) von Birgit Engelhardt

Eine neue Texturen-Page ist in der Stadt, und zwar mit den Bildern von Birgit Engelhardt – einigen vielleicht bekannt durch die Blogschau von „das Auge“ oder direkt durch ihren Blog. Es gibt dort eine ordentliche Palette an Texturen zur freien (auch kommerziellen) Verwendung zu finden, wer also bei seinen Photoshop-Arbeiten häufig mit Strukturen/Texturen arbeitet, sollte hier mal einen Blick riskieren! 🙂

Neue Bildagentur, die (vielleicht) aus der Masse heraussticht: Edith Images

Mit dieser Beschreibung über sich selber haben die Leute hinter Edith Images meinen Nerv direkt getroffen:

„Als die Idee zu unserer Agentur geboren wurde hatten wir den Einheitsbrei satt. Wir hatten keine Lust mehr uns acht Stunden durch gewaltige Webseiten zu klicken, um den Abend mit einem einzigen halbwegs akzeptablen Foto abschließen zu müssen. Also beschlossen wir selbst eine Bildagentur zu gründen, die alles völlig anders machen sollte. Wir wollen authentische Bilder von künstlerisch begabten Fotografen. Ehrliche Werke für Kunden, die sich der Wertigkeit ihrer gewünschten Fotografien bewusst sind und das auch angemessen honorieren. Edith images ist eine junge Agentur für Fotografie. Im Gegensatz zu bestehenden Bildagenturen, möchten wir mit einer völlig anderen Bildsprache überzeugen. Wir setzen auf konzeptionelle Arbeiten, authentische und künstlerische Fotografie. Wir möchten emotionales und ehrliches Fotomaterial, das dem Zeitgeist entspricht. Solche Bilder brauchen eine vertrauensvolle Umgebung. Niemand gibt gern seine Schätze an große anonyme Konzerne her, um pro Kauf nur geringe Beträge zu verdienen. Bei uns basiert alles auf persönlichen Kontakten. Wir kümmern uns um eure Bilder, geben ihnen einen präsenten Schauplatz, hegen und pflegen sie und sorgen dafür, dass die Preise fair bleiben. Für den Kunden, für dich und für uns. Des Weiteren wollen wir keine Unmengen an Fotomaterial anbieten. Wir treffen eine Auswahl. Bildklischees sind nicht unser Ding, es sei denn du spielst damit.“

Richtig klasse finde ich auch noch folgenden Abschnitt:

„Nach jedem Verkauf fordern wir von den Kunden eine Zusendung von zwei Belegexemplaren des jeweiligen Projekts. Hiervon geht ein Exemplar immer an den Fotografen, also an dich. Somit sammelst du zusätzlich zu deinem Verdienst Arbeitsproben deiner verwendeten Bilder.“

Ich habe mich auch noch weiter auf der Page umgesehen und muss sagen, dass mir bislang Konzept, Umsetzung und Auftritt richtig gut gefallen! Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir selber gehen ebenfalls die meisten Bildagenturen durch die Masse an minderwertigen und gewöhnlichen Fotos häufig schwer auf die Nerven! Darüber hinaus bin ich auch der Auffassung, dass gute Arbeit auch angemessen honoriert werden sollte, so dass ein Schritt hinaus aus der Massenware und hin zu mehr Qualität – zu einem selbstverständlich auch höheren Preis – in meinen Augen eine gute Entscheidung ist.

Ich bin gespannt, wie sich die Bildagentur macht und werde sie in Zukunft bei meiner Arbeit im Hinterkopf und auch sonst generell im Blick behalten! 🙂

Was haltet Ihr von der neuen Agentur, dem Konzept und der dahinter steckenden Idee?

Kurztipp: Visitenkartenblog

Der Visitenkartenblog ist mir bei einer Recherche über die Füße gelaufen und ich bin irgendwie eine Weile darin klebengeblieben!

Es gibt dort viele nützliche und wertvolle Tipps zu Visitenkartengestaltung, Veredelungstechniken, Druck, Dateianlieferung, Farben, Sonderfarben, Auflösung und vielen weiteren umliegenden Themen zu finden.

Also falls Ihr bald wieder eine Visitenkarte in Planung habt, schaut doch mal rein! 🙂