Was ist ein Proofdruck?

Proofdruck:

Bevor man endgültig einen Auftrag ankurbelt, möchte man oft gerne eine Kontrolle über das spätere Aussehen seines Druckerzeugnisses haben. Das macht gerade bei aufwändigeren Druckverfahren Sinn – an dieser Stelle können Fehler und unnötige Mehrkosten einfach und schnell vermieden werden.

Eine der sichersten Methoden ist ein Proofdruck. Bei dieser Methode wird mit einem extra dafür ausgelegten Tintenstrahldrucker das spätere Druckergebnis simuliert. Diese für den Proof geeigneten Drucker müssen spezielle Anforderungen erfüllen, um eine möglichst sichere und vor allem farbverbindliche Vorschau des späteren Produktes zu liefern.

Ein Anwendungsbeispiel ist der Offsetdruck: Mit einem Kontrolldruck kann man schon vor Erstellen der Druckplatten sein Produkt auf Herz und Nieren prüfen bevor der Druckauftrag erteilt wird.

Oftmals bieten die Druckereien, bei denen man einen Auftrag durchführt, direkt einen Proofservice an (für höhere Auflagen auch meist kostenlos), nachfragen lohnt sich also immer! Der Drucker, welcher später den Auftrag bearbeitet, richtet dann die Maschine mit Hilfe dieses Kontrolldrucks ein. Man nennt diese Vorgehensweise „Proofdruck mit Farbabnahme“.

Falls Ihre Druckerei keinen Proofservice oder nur einen sogenannten „Formproof“ anbietet (siehe unten), kann Ihnen oft eine andere Druckerei in Ihrer Stadt für einen kleinen Preis aushelfen, oder Sie sehen sich im Internet um – es gibt einige spezielle Online-Proof-Service-Angebote, die Ihnen einen Proofdruck produzieren und direkt an eine gewünschte Adresse schicken. Allerdings müssen Sie bei dieser Variante mit Ihrer Druckerei abklären, ob diese eine Farbabnahme nach einem externen Proodruck akzeptieren und durchführen. Falls nicht, dient dieser ausschließlich als Kontrolle für Sie, ist dann aber nicht mehr als farbverbindlich einzustufen.

Bonus-Info: Formproof / Korrekturabzug

Ein Formproof ist nicht farbverbindlich. Das heißt, die Farben sind denen des später gedruckten Ergebnisses lediglich ähnlich, mehr aber auch nicht. Der Formproof hat den Sinn, kontrollieren zu können, ob alle Elemente der Gestaltung vorhanden und an der richtigen Stelle gedruckt sind. Wer also sicher gehen möchte, dass die Farben auch stimmen, muss sich nach einer anderen Absicherung umsehen.

Bonus-Info: Drucklacke im Proof?

Drucklacke können leider nicht mit einem Proofdruck simuliert werden.

Fazit:

100% farbgenau geht eigentlich gar nichts – dennoch kann man zumindest versuchen, so exakt wie möglich zu arbeiten und alle hierfür zur Verfügung stehenden Instrumente zu nutzen. Ein Proofdruck ist sehr gut zur Vorabanalyse geeignet – vor allem, wenn der Proofdruck von der Druckerei stammt, die später auch den Auftrag durchführt und diese sich dazu verpflichtet, sich so genau wie möglich nach diesem Proof zu richten.

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