Kurztipp: Das Open-Source-Layoutprogramm Scribus

Druckereien werden nach wie vor häufig mit sehr interessanten „Druckdaten“ konfrontiert, seien dies offene Daten in Form von Word-, Open Office-Dokumenten oder gar Power Point-Präsentationen, oder aber aus Office-Programmen generierte PDF-Dateien.

Letztgenannte sind für die Druckereien schon besser zu verarbeiten, bergen aber dennoch viele Schwierigkeiten und Probleme (wie fehlender Beschnitt, falsche Farbraumeinstellungen, unzureichende Bildauflösung, nicht eingebettete Schriftarten, usw.), die zu sehr unschönen und ungewollten Ergebnissen beim Druck führen können!

Der Hauptgrund liegt darin, dass die Office-Programme einfach nicht für den Druck ausgelegt sind – z.B. Word ist nun einmal ein Textverarbeitungs- und kein Layoutprogramm.

Es gibt Möglichkeiten, solche – aus z.B. Word generierte – PDF Dateien nachträglich zu wandeln und druckbar zu machen (z.B. mit Hilfe der Callas PDF Toolbox), ein anderer Weg wäre allerdings, sich gleich ein passendes Layoutprogramm zuzulegen, durch welches man die volle Kontrolle über seine Druckdaten und das Druckergebnis erhält.

Klar, nicht jeder kann sich Adobe InDesign leisten und hat dann auch die nötige Zeit und Lust, sich in das wirklich umfassende Programm einzuarbeiten (schließlich handelt es sich hier um eine professionelle Sofware und nicht umsonst gibt es Mediengetalter, die sich den Umgang damit über viele Jahre aneignen).

Hier also die kostenfreie Alternative: Scribus!

Das Programm auf Open Sorce Basis ist sozusagen das freie Gegenstück zu InDesign (wie etwa die Bildbearbeitungssoftware Gimp zu Photoshop und das Vektorprogramm Inkscape zu Illustrator). Scribus ist ein wirklich tolles Tool, welches unglaublich viele Möglichkeiten zur Gestaltung unterschiedlichster Werbemittel oder für private Zwecke interessante Produkte mitliefert – seien dies auf den Druck ausgelegte Daten (Visitenkarten, Abi-Zeitschriften, Flyer, ein selbstgestalteter Fotokalender oder ein Fotobuch, …), oder Präsentationen und interaktive Formulare (in diesem Punkt ist Scribus z.B. InDesign in Version CS5 schon eine gute Nasenlänge voraus, da InDesign erst ab CS6 tiefer in die Formular-Materie eingestiegen ist – vor CS6 war immer noch ein Umweg über Acrobat nötig, welches für Gestalter nicht unbedingt das beliebteste Tool zur Erstellung interaktiver Formulare war und ist).

Jeder, der häufiger Druckdaten herstellen und sich den Grafiker sparen möchte, hat also mit Scribus ein Tool zur Hand, mit dem man wirklich gute druckfähige (oder eben für andere Anwendungsgebiete geeignete) Daten erzeugen kann. Es stehen Ebenen und Musterseitenvorlagenfunktion zur Verfügung, darüber hinaus sind auch Absatz- und Zeichenformate kein Problem. Es kann mit Grundlinienraster gearbeitet, sowie Beschnitt angelegt werden und auch für ein anständiges Farbmanagement ist gesorgt (Sonderfarben werden unterstützt). Der PDF-Export (z.B. in PDF/X-3-Norm) präsentiert sich ebenfalls für alle Standardanwendungen umfassend und übersichtlich. Den kompletten Funktionsumfang der Software kann man auf der Homepage des Projektes nachlesen (Link siehe unten).

Dieses tolle Projekt ist auf alle Fälle einen Blick wert!

Hier die Homepage des Open Source- Projektes:

http://www.scribus.net/canvas/Scribus

Und hier der Link zu Chip-Online (32-Bit-Version):

http://www.chip.de/downloads/Scribus-32-Bit_20010379.html

Viel Spaß damit und einen guten Start in die Woche! 🙂

P.S.: Wie immer freue ich mich sehr über Kommentare, Anregungen, Korrekturvorschläge und Ergänzungen!
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